Was bedeutet Selbstfürsorge oder Selfcare und warum ist sie so wichtig für dich?

 

Selbstfürsorge oder Selfcare ist derzeit in aller Munde, aber offenbar versteht jeder etwas anderes darunter, wenn er sich überhaupt etwas darunter vorstellen kann.

Für manche bedeutet Selbstsorge so etwas wie Selbstliebe, für andere bedeutet es, sich mit exklusiven Produkten zu verwöhnen. Wieder andere verstehen darunter vielleicht bestimmte Übungen wie Yoga oder Meditation.

Was bedeutet Selbstfürsorge für dich und wie sieht deine Selbstfürsorge in deinem Alltag aus?

Kann man Selbstfürsorge lernen?

Wie kannst du gut für dich sorgen und was hindert dich daran?

 

Selbstfürsorge – Versuch einer Erklärung

Selbstfürsorge oder Selfcare bedeutet, zu erkennen, dass DU die wichtigste Person in deinem Leben bist. Das bedeutet, dir Zeit für die Dinge zu nehmen, die dir dabei helfen, gut zu leben. Alles, was deine körperliche und seelische Gesundheit und dein Wohlbefinden stärken oder verbessern kann. Selbstfürsorge hilft dir dabei, Stress besser zu bewältigen (Resilienz) und deine Energie im Alltag zu steigern. 

Dazu gehört zunächst die bewusste Wahl, mehr auf dich zu achten. Du darfst erkennen, dass du Selbstfürsorge brauchst und was genau du brauchst. Dir selbst Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken ist wichtig, um dich selbst wahrnehmen und spüren zu können. Erst dann kannst du auch deine Bedürfnisse wahrnehmen und das ist die Voraussetzung dafür, diese auch erfüllen zu können.

Was sind deine Wünsche und Bedürfnisse? Welche davon kommen vielleicht derzeit zu kurz?

Was beachtest du nicht oder wo erzählst du dir, dass das nicht geht?

Vielleicht schreibst du gleich ein paar Dinge auf und beginnst so, dir eine Selfcare Liste zu machen – unzensuriert und ohne Begrenzungen oder Begründungen?

Das könnte zum Beispiel mehr Zeit für dich allein oder deine Hobbies sein, Aktivitäten mit Familie oder Freunden oder….

Effektive Selbstfürsorge ist nicht nur Wellness, sondern eine Herausforderung

Selbstfürsorge bedeutet nicht nur, sich abends in die Badewanne zu legen, ein paar Kerzen anzuzünden und schöne Musik zu hören, um sich zu entspannen. Das kann es natürlich auch bedeuten, aber Selbstfürsorge bedeutet in erster Linie, täglich für sich selbst einzustehen.

Das kann manchmal ziemlich unangenehm werden, zum Beispiel, wenn es bedeutet, auch mal „nein“ zu sagen. 

Auch wenn du meinst, du achtest bereits gut auf dich, könntest du dabei einiges übersehen haben…

Frau genießt eine Tasse Kaffee in der Badewanne

Selbstfürsorge fördern: die Checkliste, um ehrliche Erkenntnisse für dich zu gewinnen

Bestandsaufnahme:

Wie sieht mein Leben derzeit aus? Was belastet mich, was möchte ich so nicht mehr in meinem Leben haben?

Wie würde ein erfülltes Leben für mich aussehen?

Worauf richte ich mich aus?

Sehe ich überall Arbeit und Probleme und fühle ich mich dadurch gestresst?

Wie wäre es, wenn ich mich auf das ausrichte, was ich schon gut geschafft habe und mich selbst dafür anerkenne?

Bin ich dankbar für all das, was ich bereits an Positivem in meinem Leben habe?

Lege ich meinen Fokus auf die positiven Dinge im Leben oder eher auf die negativen?

Stehe ich zu meinen Bedürfnissen?

Wenn nicht – was hindert mich daran?

Möchte ich es allen recht machen und allen gefallen? Jongliere ich ständig mit mehreren Bällen wie z.B. Haushalt, Ehepartner, Kinder, Beruf, soziale Verpflichtungen etc. und fällt der Ball „Selbstfürsorge“ oder „Zeit für mich“ ganz schnell mal „hinten runter“?

Wieviel Zeit schenke ich mir selbst und wie viel den anderen?

Könnte ich mir in meinen Terminkalender regelmäßig „Zeit für mich“ eintragen und mich von nichts und niemand ablenken oder abbringen lassen?

Möchte ich in dieser Zeit vielleicht ganz „unproduktive“ Dinge tun, die mir Spaß machen – so wie damals als Kind?

Wie sehen meine Beziehungen aus?

Mit welchen Menschen möchte ich mich künftig umgeben? („Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst“).

Bedeutet Selbstfürsorge und Selbstliebe nicht auch, mich mit Menschen zu umgeben, die mir guttun?

Wer sind die Menschen, mit denen ich meine Zeit verbringe? Möchte ich mit manchen lieber mehr oder lieber weniger Zeit verbringen?

Vergleiche ich mich mit anderen?

Beobachte ich oft, was andere an einem Tag erledigen und fühle ich mich dabei schlecht? Habe ich heute wieder nur einen Teil von dem erledigt, was ich mir vorgenommen habe? Ist mein Leben wirklich als Wettbewerb mit anderen gedacht?

Kann ich „nein“ sagen?

Was hält mich davon ab, „nein“ zu sagen, wenn ich um etwas gebeten werde, das ich nicht machen möchte? Wo sage ich automatisch „ja“, wenn ich „nein“ meine? Was steckt dahinter – falsche Ideale und ein falsches Selbstbild? 

Frage ich mich „ist das jetzt stimmig für mich?“ bevor ich den Wünschen anderer gerecht werden möchte? Habe ich ein schlechtes Gewissen oder Schuldgefühle oder meine ich, ein Egoist zu sein, wenn ich eine Bitte ablehne? Habe ich ein Recht darauf, dass es in erster Linie mir gut geht?

Selbstgespräche mit Selbstliebe

Gehe ich liebevoll mit mir selbst um oder verurteile und beschimpfe mich selbst für meine „Fehler“? Bewerte ich mich selbst oder kann ich meine „Fehler“ liebevoll annehmen und nachsichtig mit mir sein?

Führe ich positive Selbstgespräche? Kann ich mich für das anerkennen, was ich heute schon geleistet habe?

Muss ich ständig erreichbar sein? 

Sind Pausen und Zeiten der Stille für mich ein selbstverständlicher Akt der Selbstfürsorge? Glaube ich, dass ich ständig für jeden erreichbar sein muss? Wie oft am Tag (und in der Nacht) ist mein Smartphone wirklich ausgeschaltet? Gibt es fixe Zeiten, zu denen ich offline bin (z.B. bei den Mahlzeiten)?

Wo passe ich mich noch an?

Wo überall erlaube ich es mir noch nicht, für mich einzustehen? Wo spreche ich meine Wahrheit noch nicht aus und wo mache ich mich selbst noch klein, um mich der Welt der anderen anzupassen?

Wer kann oder möchte mir gerne beitragen?

Warum ist es für mich schwer, eine direkte Bitte auszusprechen, wenn ich Hilfe brauche? Bin ich zu stolz, andere um etwas zu bitten und erwarte ich, dass sie mir von sich aus ihre Hilfe anbieten? Bin ich enttäuscht, wenn sie es nicht tun?

Lehne ich Hilfe sogar manchmal ab? („Das schaffe ich schon alleine!“) Kann ich Komplimente und Wertschätzung von anderen annehmen?

Wo könnte ich mir Hilfe holen für die Dinge, die ich nicht so gut kann oder nicht gerne mache? Was könnte ich delegieren?

So wie ich selbst mit mir umgehe, so gehen auch andere mit mir um!

 

3 zuverlässige Selfcare-Booster

Einige deiner Selbstfürsorge-Rituale werden von Zeit zu Zeit wechseln, andere behältst du vielleicht jahrelang bei. Vielleicht möchtest du einen oder alle dieser 3 Tipps künftig in deinen Alltag integrieren?

Frau umarmt sich selbst

Tipp 1 Die fundamentalste Regel: ausreichend gesunder Schlaf

Guter und ausreichender Schlaf ist Selbstfürsorge, denn er bedeutet Regeneration für deinen Körper.

Sorgst du dafür, dass du gut und ausreichend schlafen kannst? Viel mehr musst du nicht tun, denn der Rest erledigt sich sozusagen im Schlaf ganz von selbst!

„Gesunder Schlaf“ bedeutet, dass du gut einschlafen und durchschlafen kannst und erholt wieder aufwachst.

Dein Schlaf-Wach-Rhythmus wird durch Hormone beeinflusst. Bei Tageslicht durch das Wach-Hormon Serotonin und bei Dunkelheit durch das Schlaf-Hormon Melatonin.

Deine „innere Uhr“ hat auch Einfluss darauf, wann du vorzugsweise schlafen gehen oder aufstehen möchtest. Wie gut du schläfst, ist von deinen Verhaltensweisen, Gewohnheiten und deiner Schlafumgebung abhängig.

Der Schlafbedarf ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Es können individuell zwischen 5 und 9 Stunden sein. Gönne dir also genau so viel Schlaf, wie du brauchst, auch wenn andere mit viel weniger Schlaf auskommen.

Um gut einschlafen und durchschlafen zu können, solltest du Arbeit am PC oder Fernsehen bis tief in die Nacht vermeiden und dein Smartphone nachts ausschalten und nicht mit ins Schlafzimmer nehmen!

Wenn es dein Körper braucht, gönne dir auch mal ein kurzes Schäfchen (power nap) am Tag.

 

Frau genießt tiefen und gesunden Schlaf

SO FUNKTIONIERT SELBSTFÜRSORGE IM SCHLAF:  

Dein Immunsystem wird gestärkt

Im Schlaf sorgt das Hormon Somatropin für die Wundheilung und die Reparatur und Erneuerung von Zellen, Gewebe und Haut. Abbauprodukte des Stoffwechsels werden abtransportiert und deine Abwehrkräfte gestärkt. Du kannst dich „gesund schlafen“ aber im Gegenteil kann Schlafmangel oder schlechter Schlaf dich auf Dauer krank machen.

Deine Konzentration und Leistungsfähigkeit nehmen zu 

Wenn du zu wenig oder schlecht geschlafen hast, bist du unkonzentriert und machst mehr Fehler. Deine Leistungsfähigkeit nimmt mit gesundem Schlaf ebenso zu wie deine Ausgeglichenheit, deine Zufriedenheit und deine Kreativität.

Im Schlaf wird der Tag verarbeitet  

Im Traum werden die Eindrücke des Alltags verarbeitet und dein Gehirn ist am nächsten Tag wieder „fit“, um Neues aufzunehmen.

Auch Erlerntes wird im Schlaf gefestigt und gespeichert. Das kannst du daran sehen, dass zum Beispiel Formeln oder Vokabeln, die vor dem Einschlafen gelernt werden, gut im Gedächtnis bleiben.

Tipp:

Wenn du deinen Schlaf ganz einfach und natürlich unterstützen und verbessern möchtest, dann findest du in der Limbic-Arc App einen Boost für „Schlaf“, der viele Zutaten enthält, die einen gesunden Schlaf fördern. 

Mehr Information findest du HIER

 

Tipp 2 Die Selfcare-Challenge: aktiv und intensiv entspannen (Stretching)

Die Wichtigkeit des Dehnens (Stretching) wird viel zu sehr unterschätzt. Du kannst alle deine Verspannungen und Verkürzungen (sei es durch stundenlanges Sitzen oder einseitigen Sport) aus deinem Körper herausdehnen oder regelrecht „herausziehen“.  

Du wirst nach diesen regelmäßigen Übungen immer beweglicher und dadurch auch immer jünger werden. Du bekommst wieder mehr Energie, dein Körper fühlt sich „leichter“ an und wird immer leistungsfähiger – also praktisch eine Umkehr des Alterungsprozesses, denn Alter geht oft einher mit Bewegungseinschränkung und Schmerzen.

 

Eine Katze dehnt und streckt sich genüsslich

Der Nutzen des Dehnens ist vielfältig:

  • Du bekommst keine Schmerzen oder vorhandene Schmerzen reduzieren sich
  • Du wirst viel flexibler und beweglicher, obwohl du älter wirst
  • Deine Energie wird größer, weil du deine muskulären „Handbremsen“ löst
  • Deine funktionelle Kraft steigt und die Ansteuerung deines Körpers verbessert sich
  • Deine Verletzungsgefahr minimiert sich (geschmeidige Muskeln verletzen sich weniger als verspannte)
  • Die Nachgiebigkeit der Muskeln wird erhöht und die Muskeln werden gestärkt (ist gleichzeitig ein Krafttraining)
  • Du stoppst durch optimal gedehnte Muskeln auch den Gelenksverschleiß
  • Du regenerierst viel schneller
  • Du bist im Alltag wieder viel leistungsfähiger
  • Dein Stoffwechsel verbessert sich und es werden Muskelhormone produziert
  • Wenn du etwas für deinen Körper tust, profitieren auch dein Geist und deine Seele

Für mich fühlt es sich so an, als ob ich die Energie, die vorher in den Verspannungen steckte, nun wieder voll nutzen kann.

Möchtest du dir täglich ein paar Minuten etwas Gutes tun, dabei deinen Körper besser kennen lernen, Schwachstellen beseitigen und immer mehr Wohlgefühl erlangen?

Dann kannst du HIER eine große Auswahl an Übungsvideos für 30 Tage kostenlos testen.

Tipp 3 Ein inspirierendes Geschenk: Ankommen in dir

DU bist die wichtigste Person in deinem Leben!

Kannst du dies spüren und anerkennen?

Ist das eine tagtäglich gefühlte Wirklichkeit für dich?

Das, was gemäß unserer inneren Natur das Selbstverständlichste wäre, scheint das Schwierigste im Leben von ganz vielen Menschen zu sein.

Die Verbindung mit der eigenen Essenz zu spüren, die Kraft, die der ureigenen Essenz innewohnt und diese innige, bedingungslose Liebe, die immer und jederzeit für sich selbst vorhanden ist.

Schaubild Energiefelder im und um den menschlichen Körper

 

Warum ist das so?

In unserer jetzigen Zeit verweilt fast jeder Mensch mit seiner Aufmerksamkeit in der Außenwelt.

Sei es beim Partner, bei den Eltern, Freunden, Arbeitskollegen, Filmen, in den sozialen Medien, sowie den aktuellen Themen, die die Medien gerade beschäftigen.

Wenn du deine Aufmerksamkeit auf deine eigene Innenwelt lenkst, so kann es sein, dass es sich zu Beginn oft langweilig, unruhig, unangenehm und anstrengend anfühlt. Manchmal sogar unaushaltbar. Deswegen ist die Ablenkung in der Außenwelt auch so willkommen. Jedoch ist genau diese Zuwendung zu deiner Innenwelt der Schlüssel für dein phantastisches, einzigartiges Leben. Dadurch eröffnest du dir deinen Zugang zu deiner Freude, zu deinem Wohlbefinden, zu deiner Kreativität, zu deiner Fülle.

Der erste Schritt ist es, deine Aufmerksamkeit auf dich in deinen Körper auszurichten.

In der Theorie klingt das sehr gut, jedoch wie mache ich dies in meinem Alltag?

Dazu kannst du dir ein „Innere Reise – Ankommen in Dir – Audio“ herunterladen, das dich dabei unterstützt, bei dir in deinem Körper anzukommen.

Bemerke, wie es dir vor deiner Innenreise geht und nach diesen 20 Minuten. Der Unterschied kann beträchtlich sein.

Beginne diese Erfahrung mit in deinem Alltag zu nehmen. Halte immer wieder für ein paar langsame Atemzüge inne und nimm dich von innen, in deinem Körper wahr. Du wirst dabei viele erstaunliche Erfahrungen machen. Nimm dir auch eine Minute Zeit, die Veränderung zu bemerken. Für mich persönlich ist es das wichtigste Selbstfürsorge-Tool, welches alle Lebensbereiche zum Leuchten bringt und dir ein inneres stabiles Fundament gibt, alle Herausforderungen in deinem Leben zu meistern.

Entdecke deine eigenen Wege der Selbstfürsorge!

Selbstfürsorge ist der fürsorgliche Umgang mit dir selbst und deinen Bedürfnissen. Selbstfürsorge umfasst deine Gedanken, Gefühle, deine Beziehungen und deine Wünsche – alles, um deine Beziehung zu dir zu verbessern.  DU nimmst dein Wohlbefinden selbst in die Hand und lässt dich von nichts und niemand (auch nicht von dir selbst!) davon abhalten. Du hast es verdient, dass es dir gut geht!

Was kannst du dir JETZT auf der Stelle Gutes tun? Fange gleich damit an, mehr Selbstfürsorge für dich in deinen Alltag zu integrieren!

Unsere Tipps und Anregungen sowie die Limbic Arc App ermöglichen es dir, auf allen Ebenen bestmöglich für dich zu sorgen und langfristig dein bester Freund zu werden.

 

Glückliche Menschen in einer Gruppe sorgen für sich und ihre Freunde

 

Apropos Freund: bitte teile diesen Artikel mit möglichst vielen Menschen, denen du wünscht, dass es ihnen gut geht und von denen du denkst, dass sie sich mehr um sich selbst kümmern sollten!

Sich selbst zu stärken, heißt stark zu sein für andere.

Viel Freude und Wohlbefinden auf deiner Selbstfürsorge-Reise!

Teile gerne deine Erfahrungen in den Kommentaren!

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